#Volatility - Der Anlage-Podcast

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Transkript

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00:00:00: Frankreich.

00:00:01: Die Zinsen steigen, das Vertrauen schwindet.

00:00:22: Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Hashtag Volatility!

00:00:26: Liebe Hörerinnen und Hörern.

00:00:27: – die Euro-Krise liegt inzwischen fast fünfzehn Jahre zurück.

00:00:30: Damals mussten Länder wie Griechenland, Irland, Portugal, Spanien und Zypern mit umfangreichen Rettungspaketen unterstützt werden.

00:00:38: Heute rücken die europäischen Staatsanleihen wieder stärker in den Fokus.

00:00:41: Die Renditen steigen und ganz besonders richtet sich der Blick dabei auf Frankreich.

00:00:45: Droht Europa möglicherweise eine neue Euro-Krise?

00:00:48: Genau darüber wollen wir in der heutigen Pesode sprechen, das mache ich natürlich wie immer gemeinsam mit Thomas Altmann.

00:00:53: Hallo Thomas!

00:00:55: Hallo Katharina!

00:00:56: Ich habe die steigenden Renditen in Frankreich gerade schon angesprochen.

00:00:59: Wie ernst ist diese Situation

00:01:01: dort?!

00:01:02: Wenn wir auf die Renditen schauen, ist die Lage für Frankreich vor allem richtig teuer.

00:01:07: Die Rendite zehnjähriger Frankreich-Anleihen ist besser fünf Prozent angestiegen – die Rendite dreißig jähriger auf bis zu fünf Komma sechs Prozent!

00:01:15: Beides sind die höchsten Werte seit dem Jahr zwei Tausend Zwei also seit vierundzwanzig Jahren.

00:01:21: Wenn du von einem Vierundzwzig Jahreshoch sprichst, liegen die Rendieten damit sogar höher als während der Eurokrise.

00:01:26: Zweitausend Elf und Zweitaunzwölf?

00:01:28: Thomas, müssen wir uns Sorgen machen?

00:01:30: Stehen wir am Anfang einer neuen

00:01:31: Euro-Krise?".

00:01:33: Ich beantworte da eine Frage mal mit noch nicht.

00:01:35: Ob dabei das Noch oder das Nichtstärker zu betonen ist, das müssen wir im weiteren Verlauf dieser Episode herausarbeiten!

00:01:43: Die Renditen sind höher – die Spreads aber nicht und Spread meint in diesem Fall den Rendit der Abstand zwischen Frankreich und Deutschland.

00:01:51: Wenn wir hier die zehnjährige Laufzeit nehmen, ist der Frankreichs Spread bis auf einen Prozent angestiegen.

00:01:57: Im Januar war dieser Spread noch weniger als halb so hoch.

00:02:01: Aber – und jetzt kommt das große aber!

00:02:03: Auf dem Höhepunkt der Euro-Krise waren das ein Prozent.

00:02:08: Von diesem traurigen Höhelpunkt sind wir zumindest noch ein Stück entfernt.

00:02:11: Bevor wir uns die aktuelle Situation genauer anschauen, bleiben wir es zunächst bei Frankreich.

00:02:16: Thomas wie groß ist die französische Wirtschaft eigentlich?

00:02:19: Frankreich hatte in den letzten Jahren ein Bruttoinlandsprodukt von drei Billionen Euro.

00:02:24: Damit ist Frankreich die zweitgrößte Volkswirtschaft in der Eurozone hinter Deutschland.

00:02:29: Hierzulande lag das BIP im Jahr bei vier Komma fünf Billionen und damit beim Eins Komma Fünffachen von Frankreich.

00:02:37: Hinter Frankreich folgt Italien auf Frank Drei.

00:02:40: Lass uns den Vergleich zwischen Deutschland und Frankreich noch etwas vertiefen, wie sieht es bei der Bevölkerung aus?

00:02:45: Wie groß ist der Unterschied zwischen beiden Ländern?

00:03:08: Auch bei der Bevölkerung liegt Frankreich also hinter Deutschland, aber drehen wir den Vergleich einmal um.

00:03:13: In welchen Bereichen hat Frankreich gegenüber Deutschland die Nase voran?

00:03:17: Einer ist definitiv die Landesfläche.

00:03:20: Frankreich ist sogar der größte Euro-Staat.

00:03:22: und zweiter Punkt ist das Alter der Bevölkerung.

00:03:25: In Frankreich sind neunundzwanzig Prozent der Bevölkerungen unter zwanzig Jahre alt, in Deutschland liegt dieser Anteil nur bei vierundzwzig Prozent.

00:03:34: Die junge Bevölkerung bietet Frankreich auf jeden Fall wirtschaftliches Potenzial für die Zukunft.

00:03:39: Kommen wir aber zurück in die Gegenwart!

00:03:40: Über das BIP haben wir bereits gesprochen über die Staatsschulen noch nicht und genau diese müssen wir uns jetzt genauer anschauen.

00:03:47: Du deutes es schon an.

00:03:48: Hier steht Frankreich auf Platz eins, auch wenn das ein unrümlicher erster Platz ist.

00:03:53: Ende des vergangenen Jahres hatte Frankreich mit drei Komma fünf Billionen Euro die höchste Staatsverschuldung aller Eurostaten.

00:04:01: Auf Platz zwei steht Italien bei drei Kommas Eins Billionen und auf Platz Drei folgt Deutschland mit zwei Komma acht Billionen.

00:04:09: Du hast vorhin schon erwähnt, dass das deutsche BIP etwa eineinhalbmal so groß ist wie das französische.

00:04:14: Was bedeutet das im Umkehrschluss für die Schuldenquote beider Länder?

00:04:18: Vor allem für Frankreich nichts Gutes!

00:04:20: Der internationale Währungsfonds gibt die französe Schuldenquote für Zwei-Tausend-Fünfundzwanzig mit einhundertsechzehn Prozent des BIP an.

00:04:28: Höher waren die Schuldenguoten Zweitausend Fünfund zwanzig nur in Griechenland mit Hundertsechsundvierzig Prozent und in Italien mit hundertseizehnunddreißig Prozent.

00:04:49: Das klingt erst mal nicht nach Besserung, aber woher kommen die wohnen Ausgaben eigentlich?

00:04:53: Wofür gibt Frankreich besonders viel Geld aus.

00:04:56: Die Ausgaben für Sozialleistungen sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich und rasant angestiegen.

00:05:02: Über die vergangen zehn Jahre sprechen wir hier über einen Anstieg um vierunddreißig Prozent, noch rasanter sind zuletzt Zinsausgaben gestiegen.

00:05:11: Im zweiten Quartal dieses Jahres musste Frankreich fast neunzehn Milliarden Euro für Zinskupors ausgeben.

00:05:18: Im vierten Quartall zwanzig waren das noch sieben zwei Milliarden.

00:05:23: Und ich vermute, das endes Anstieg ist es hier noch nicht erreicht oder?

00:05:26: Mit der Vermutung liegt so leider richtig.

00:05:29: Denn die Refinanzierungskosten für auslaufende Anleihen sind aktuell extrem hoch!

00:05:35: Vor fünf Jahren wurden fünfjährige Anlein im Nachgang der Covid-Pandemie noch zu Negativrenditen emittiert.

00:05:41: Da kostet die Prolongation jetzt pro Jahr vier Prozent mehr.

00:05:46: Bei zehn jährigen liegt sich damals und heute mit vier Prozent ähnlich viel.

00:05:52: Da summieren sich die Mehrkosten über die zehnjährige Laufzeit, also auf forty-fünf Prozent des Kreditbetrages.

00:05:59: Das sind erschreckende Zahlen und da haben wir noch nicht über Zinsen für neue zusätzliche Kredite gesprochen!

00:06:04: Wie fällt der Haushaltsalde in Frankreich aktuell aus?

00:06:07: Tiefrot – im Jahr ist das Defizit bei fünf Komma eins Prozent.

00:06:12: Für dieses Jahr und auch für das Jahr zwanziehn werden ähnliche Werte erwartet.

00:06:18: Das bedeutet, Frankreich müsste deutlich

00:06:19: sparen?!

00:06:20: Die Ausgabenseite wäre hier eine Möglichkeit.

00:06:24: Und das versucht Frankreich zumindest!

00:06:26: Premierminister Sébastien Lécourneu hat alle Ministerien angewiesen, die Staatsausgaben außerhalb der Verteidigung im Jahr twenty-seven nicht zu erhöhen.

00:06:37: Das soll das Defizit zumindest bei um die fünf Prozent halten – andernfalls würde ein Anstieg auf sechs Prozent drohen.

00:06:44: Dazu sind aber Einsparungen in Höhe von fifty vier Milliarden Euro nötig

00:06:49: Und dafür gibt es in Frankreich wahrscheinlich keinen Konsens, oder?

00:06:53: So ist das.

00:06:53: Der Premierminister hat im Parlament keine eigene Mehrheit.

00:06:57: Im Parlament gibt es drei große Blöcke – Das Verteilembündnis um Emmanuel Macron, dass hinter dem Premier steht, den Rassum Plymon National und das Linkspündnis.

00:07:08: Wer die Hintergründe dazu detailliert danach hören will, dem lege ich unsere Episoden hundertvierundzwanzig und hundredvierzig ans Herz!

00:07:16: Die Sozialisten haben ihre Zustimmung zu Einsparungen bereits ausgeschlossen.

00:07:21: Der Ausamplement National hat sich bislang zwar nicht klar positioniert, wird für eine Zustimmung aber sicherlich einen hohen Preis fordern.

00:07:29: Parallel gibt es bereits Proteste auf den Straßen.

00:07:33: Gibt es dann vielleicht noch andere Möglichkeiten als Einsparung?

00:07:36: Neben Einspargungen helfen höhere Einnahmen.

00:07:39: Eine Möglichkeit sind hier immer höhere Steuern und ein dritter Punkt der Helfenwürde ist ein höheres Wirtschaftswachstum.

00:07:46: Ein höheres Wirtschaftswachtstum dürfte zumindest im Interesse aller Parteien legen, aber dafür braucht es natürlich auch die richtigen Rahmenbedingungen.

00:07:53: Thomas was passiert denn wenn sich die Politik nicht auf einen Haushalt für das Jahr- und-Zwanzig einlegen kann?

00:07:59: Eine langweilige Diskussion bis ins eigentliche Haushaltsjahr hinein wäre für Frankreich kein Neuland!

00:08:05: Der Haushalt von hier wurde erst im Februar dieses Jahres beschlossen.

00:08:10: wir sollten uns also auf langwierige Diskussionen einstellen Möglicherweise sogar auf mehr.

00:08:16: Denn Le Conluis Vorgänger als Premier war Frau Soa Beiru und der hat vor einem Jahr die Vertrauensfrage gestellt – und eben diese an den Haushaltsentwurf für das Jahr zu zweitzechsundzwanzig gekoppelt, so sein Amt verloren.

00:08:31: Umgekehrt könnte auch eine der Oppositionsparteien ein Misstrauensvotum gegen den Premier stellen!

00:08:37: Ich sehe schon, das Thema könnte uns noch eine ganze Weile beschäftigen.

00:08:41: Und damit drückt es möglicherweise immer näher an die Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr

00:08:44: heran.".

00:08:45: So ist es – der erste Wahlgang findet am achtzehnten April statt!

00:08:49: Eine Stichwahl am zweiten Mai.

00:08:51: Das ist möglichweise auch der Grund dafür dass die Oppositionsparteien jetzt keinen Einsparungen zustimmen wollen um ihre Wählerinnen und Wähler nicht zu verkraulen.

00:09:01: Lass uns ganz kurz bei der Präsidentschaftsfall bleiben.

00:09:03: Emmanuel Macron darf nicht wieder antreten!

00:09:06: Wer sind aktuell die aussichtsreißenden Kandidaten?

00:09:09: Marine Le Pen vom Rasse-Emploment National für die aktuelle in den Umfragen.

00:09:13: Dahinter folgen dem mit der Rechtskandidat Eduard Philipp und der Linkspopulis Jean-Luc Milochot.

00:09:20: Frankreich ist nicht nur unser Nachbar, sondern auch ein wichtiger Teil der Eurozone.

00:09:23: Deshalb stellt sich natürlich die Frage – welche Auswirkungen kann die Aktuelle Entwicklung auf unsere Gemeinschaftswährung

00:09:29: haben?!

00:09:29: Seit Jahresbeginn hat der Euro relativ zum Dollar fast fünf Prozent abgewertet.

00:09:35: Da spielt die politische und wirtschaftliche Unsicherheit im Frankreich sicherlich eine zentrale Rolle.

00:09:40: Nehmen wir an, die Lage in Frankreich spitzt sich weiter zu – wer könnte dann eigentlich als Retter auftreten?

00:09:45: Aus der Euro-Krise ist uns noch Mario Draghi, der ehemalige EZB-Präsident mit seinen berühmten Whatever Takes in Erinnerung.

00:09:52: Damals hatte verbale Intervention von Mario Draghi tatsächlich ausgereicht!

00:09:57: Mit Christine Lagarde haben wir aktuell eine französische EZB-Präsidentin.

00:10:01: Verbal könnte Lagarde auch jetzt jederzeit intervenieren, ob sich dieser Moment wiederholen lässt ist allerdings fraglich!

00:10:09: Zum tatsächlichen eingreifen wären die Hürden für die EZ B ziemlich hoch.

00:10:13: Das musst du mir und wahrscheinlich auch vielen unserer Hörerinnen und Hörern nochmal genauer erklären.

00:10:18: So einfach könnt ihr keine französen Staatsanleihen am Markt aufkaufen?

00:10:24: Zwar hat die EZB mit dem Transmission Protection Instrument, kurz TPI ein Instrument mit dem sie ungerechtfertigten und ungeordneten Entwicklungen entgegenwirken kann.

00:10:35: Jetzt haben wir am Beispiel Frankreich aber darüber gesprochen dass zumindest ein Teil des Sitzanstieges auf die hohe Staatsverschulung zurückzuführen ist Und gemäß Regelwerk kann das CPI nur eingesetzt werden wenn ein Land das finanzpolitische Regelwerk der EU einhält.

00:10:51: Das tut Frankreich aktuell nicht und deshalb läuft gegen Frankreich eine UID-Vizitverfahren.

00:10:58: Da würde es für die EZB also schwierig, mit Käufen gegen zu steuern!

00:11:02: Und auch beim OMT-Programm sind die Hürden hoch.

00:11:05: Was genau steckt hinter diesem Programm?

00:11:07: Und was spricht aktuell dagegen das der EZP Französische Staatsanleihen aufkauft?

00:11:12: OMT steht für Outright Monetary Transaction.

00:11:15: Dieses Programm wurde in der Euro-Krise ins Leben gerufen Aber eben von der EZB unter Mario Draghi damals nicht aktiviert, weil die verbale Intervention ausreichte.

00:11:26: Kaufen könnte die EZP nach diesem Programm Staatsanleihen mit Laufzeiten von ein bis drei Jahren.

00:11:32: Voraussetzung dafür ist aber dass sie sogenannte Konditionalität erfüllt ist und die meint ein Programm mit einem der Rettungsschirme als europäische Finanzstabilitätsfazilität kurz EFSF oder dem europäische Stabilitätsmechanismus, kurz ESM.

00:11:49: Das kann entweder ein vollständiges oder auch ein vorsorgliches Programm sein!

00:11:54: Bisher gibt es das für Frankreich aber

00:11:56: nicht.".

00:11:57: Jetzt hast du die Rettungsschirma angesprochen – die kennen wir noch aus der Eurokrise unter anderem im Zusammenhang mit Griechenland.

00:12:03: Welche Rolle könnten Sie in Fallfrankreis spielen?

00:12:05: Aus diesen Rettungsschirmen und unter Beteiligung des Internationalen Währungsfonds hat Griechenland damals twohundertsechzebzig Milliarden bekommen, bei damelligen Staatsschulden von dreihundertsechszig Milliarden.

00:12:18: Zum Vergleich!

00:12:19: Frankreichs Staatsschulen liegen aktuell bei drei Komma fünf Billionen – das ist das Zehnfache davon.

00:12:25: Das Stammkapital des ESM liegt bei siebenhundert Milliarden.

00:12:29: Eine Rettungen Frankreiches würde jeden Rettungsschirm sprengen.

00:12:33: Und was bedeutet das jetzt?

00:12:34: Wir sagen hier immer, Frankreich ist topic to bail out.

00:12:38: Die bisherigen Rettungswege funktionieren also nicht.

00:12:42: Gleichzeitig ist Frankreich topic to fail.

00:12:45: Soll heißen ein Scheit am Frankreichs könnte das Ende der Eurozone bedeuten?

00:12:50: Man braucht hier also einen anderen Weg aus der Krise

00:12:53: Und wie könnt ihr so ein Weg aussehen?

00:12:55: Frankreich hat sich schon lange für Eurobonds ausgesprochen.

00:12:59: Das wären gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten.

00:13:02: Deutschland gehört bislang zu den Ländern, die diesen Vorschlag stets abgelehnt haben.

00:13:08: Für gemeinsame Schulden müssen allerdings die EU-Verträge geändert werden.

00:13:12: Ein Mittelweg könnte hier sein Ausgaben aus den nationalen Haushalten zu verlagern und die Kreditaufnahme über europäische Institutionen wie der EU weiterzu erhöhen.

00:13:29: Thomas, sehen wir deshalb momentan deutlich mehr Fährkäufer als Käufer?

00:13:33: Das ist ganz klar so.

00:13:35: Im Moment wollen deutlich mehr raus.

00:13:38: Besonders spannend finde ich in dem Zusammenhang noch etwas anderes – diejenigen, die im französischen Staatsanleihen investiert bleiben kaufen verstärkt Absicherung!

00:13:48: Wir hatten Ende September das höchste gehandelte Putvolumen aller Zeiten beim französischen Staats-Anleihenfutur und Mittlerweile sehen wir so viele ausständige Puttoptionen wie noch nie zuvor.

00:14:00: Das ist wirklich bemerkenswert, aber ich weiß ja dass du gerne noch ein Schritt weiter gehst und die Optionen- und Anliegerpositionierungen anschaust.

00:14:08: Was lässt sich daraus aktuell ablesen?

00:14:10: Spannend ist die implizite Volatilität also die zukünftig erwartere Schwankung.

00:14:15: Die ist beim französischen Staatsanleihenfutur zuletzt deutlich angestiegen bis auf knapp dreizehn.

00:14:21: zum Vergleich Beim deutschen Bundfuture lag diese zum gleichen Zeitpunkt bei unter acht, also vierzig Prozent niedriger.

00:14:29: Wir sprechen also über den Volatilitätsunterschied von fünf Punkten.

00:14:34: Im Februar waren beide Volatilitäten noch ähnlich hoch.

00:14:38: Diese Ausweitendifferenz ist einzig und allein der französischen Kreditwürdigkeit geschuldet.

00:14:43: Kreditwirklichkeit ist ein gutes Stichwort!

00:14:46: Wie sieht es hier in Frankreich aus?

00:14:47: Haben die Rating-Agenturen Frankreich Preis herabgestuft?

00:14:50: In diesem Jahr ist ja bislang recht wenig passiert.

00:14:54: Die BAS Morningstar hat den Ausblick für sein Frankreich-Rating auf Negativ gesetzt, bei der bekanntesten Agenturen S&P und Moody's wird Frankreich unverändert mit A plus bzw.

00:15:06: AA III eingestuft – im Fall von Moody´s bereits seit Oktober hier mit negativen Ausblick.

00:15:13: Frankreich steht am Anleihenmarkt also extrem unter Druck!

00:15:16: Färbt das denn auch auf dem französischen Aktienmarkt ab?

00:15:19: Tatsächlich ist der französische Light Index CAC-Fürzig einer der wenigen europäischen Indizes, die seit Jahresbeginn im Minus liegen.

00:15:27: Und anders als man jetzt vielleicht vermuten würde sind es nicht die Banken, die dafür gesorgt haben sondern Luxusartikelhersteller und Autobauer.

00:15:36: Der Konsum scheint sich in Frankreich also deutlich abzukühlen.

00:15:39: Wir sind gespannt wie's in unserem Nachbarland weitergeht und werden Entwicklung natürlich im Blick behalten.

00:15:44: Damit sind wir am Ende unserer heutigen Episode angekommen.

00:15:46: Mir hat es wieder viel Spaß gemacht und ich hoffe Ihnen, liebe Hörerinnen auch!

00:15:50: Für heute bedanke ich mich fürs Zuhören und verabschiede mich von Ihnen – auf

00:16:07: Wiederhören!