#Volatility - Der Anlage-Podcast

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00:00:00: Der große Zinsanstieg.

00:00:01: Ursachen und Folgen.

00:00:21: Herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Hashtag Volatility!

00:00:25: Liebe Hörerinnen und Hörern, An den Kapitalmärkten führt derzeit kein Weg am Thema Zinsen vorbei.

00:00:31: In den USA greift inzwischen sogar das Finanzministerium ein.

00:00:34: Was dahinter steckt, was gerade an den Rentenmärkten los ist und warum es auch für Anleger relevant ist – darüber sprechen wir in dieser Folge!

00:00:41: Und das mache ich wie immer gemeinsam mit Thomas Altmann.

00:00:44: Hallo Thomas

00:00:45: Hallo Katharina

00:00:46: Thomas Bevor wir uns die Interventione in den USA genauer ansehen, was ist eigentlich am Zinsmarkt passiert?

00:00:55: Um das zu verstehen, müssen wir auf Staatsanleihen mit langen Laufzeiten schauen.

00:01:00: Die Rendite dreißigjähriger Treasuries also Dreißig-Jährige US-Staatsanleien ist bis auf fünf Komma drei vier Prozent angestiegen und das ist gleich bedeutend mit dem höchsten Zinsniveau seit dem Jahr zwei Tausend Sieben.

00:01:13: Wie sieht es bei den kürzeren Laufzeiten aus?

00:01:15: Sind die Renditen dort ebenfalls so deutlich angestiegen?

00:01:18: Tatsächlich nein.

00:01:19: Bei fünf- und auch zehnjährigen Staatsanleihen wurden nicht Spitzenwerte erst im Jahr zwölfundzwanzig nicht wieder erreicht.

00:01:26: Heißt das also, dass das US Finanzministerium die Rendite am langen Ende der Zinskuve drücken will?

00:01:31: Ja genau das ist der Plan!

00:01:33: Wir müssen hier wissen, daß es in den USA bereits ein Rückkaufprogramm für langlaufende Staatsanleihen gab.

00:01:39: Bisher umfasst ihr dieses Programm ein Volumen von zwei Milliarden Dollar je Kauf.

00:01:45: Ab dem neunten September soll dieses auf mindestens vier Milliarden pro Kauf ansteigen, also mindestens verdoppelt werden und diese Verdopplung gilt dann bis zum vierten

00:01:55: November.".

00:01:56: Das klingt nach einem großen Eingriff!

00:01:58: Doch wenn der US-Staat eigene Anleihen zurückkauft stellt sich mir die Frage woher stammt das Geld dafür?

00:02:04: gibt es zwei Möglichkeiten.

00:02:06: Möglichkeit eins ist, kurzlaufende Anleihen zu emittieren.

00:02:09: Für einjährige muss der US-Staat aktuell einen Prozent weniger bieten als für die Dreißigjährigen.

00:02:16: Möglichkeit zwei ist, die Käufe aus dem Treasury General Account – kurz TGA – zu finanzieren.

00:02:23: Das sind die Barmittel des Finanzministeriums, die bei der FED geparkt sind.

00:02:28: In diesem Fall müssen die USA für den Rückkauf keine neuen Kredite aufnehmen.

00:02:33: Der Effekt dürfte bei Variante zwei also größer sein als bei der kreditfinanzierten Variante eins.

00:02:39: Und wie schätzt du die Erfolgsaussichten ein?

00:02:41: Die erste Ankündigung hat zumindest zeitweise zu Faltenrenditen bei Langläufern geführt.

00:02:47: Die höheren Käufe werden sicherlich einen positiven Effekt haben – ob der langfristig anhält, das müssen wir allerdings sehen!

00:02:55: Was stimmt sich skeptisch?

00:02:56: Wie schon gesagt ist die Erhöhung befristet.

00:02:59: In diesem Zeitraum gibt es sieben Rückkauftemine.

00:03:02: Insgesamt können hier nun also achtundzwanzig Milliarden statt wie bisher geplant vierzehn Milliarden zurückgekauft werden.

00:03:09: Die gesamte Staatsverschuldung hat zuletzt sich Hallmauer von vierzig Billionen Dollar überschritten.

00:03:15: Mit Einrechnung der Erhöhung sprechen wir also über den Rückauf von null Komma Null sieben Prozent des Gesamtenstaatsenleihen Volumens.

00:03:23: Vierzig Billionen US-Dollar Startschul sind eine gewaltige Summe, wie hoch ist die Verschuldungen der USA damit im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung?

00:03:32: Ende des vergangenen Jahres waren das, einhundertvierundzwanzig Prozent des BIP.

00:03:36: Fürs Ende dieses Jahres erwartete internationale Währungsfonds eine Schuldengwote von einhundredzechsundzwanzig Prozent des BIB.

00:03:44: Ende zwei Jahrtausenddreißig dann schon von ein hundertneunund dreißig Prozent.

00:03:48: Und was genau treibt den Anstieg der Verschuldung so stark an?

00:03:52: Zum einen steigen die Zinskosten deutlich an – sowohl mit der höheren Verschulung als auch mit den höheren Zinsen!

00:03:59: Im Juni haben die USA einen neuen Negativ-Rekord erreicht, mit Zinsausgaben von eineinhundertfünfundachtzig Milliarden Dollar in nur einem Monat.

00:04:08: Für das gesamte Jahr zwanzig rechnet das Finanzministerium mit eins Komma zwei Billionen.

00:04:14: Gibt es noch weitere Gründe als die Zinsen?

00:04:17: Teuer sind Dich teurer Senkungen der Big Beautiful Bill!

00:04:21: Hier haben Experten die Auswirkungen für zehn Jahre auf zwei Komma acht Billion Dollar geschätzt Und die Gegenfinanzierung über Zölle läuft schlechter als vom weißen Haus erhofft.

00:04:32: Nachdem der Oberster Gerichtshof ja einige Zöcke gekippt hat, müssen diese erstattet werden und das hat zuletzt in einigen Monaten zu Nettozoll Ausgaben statt Netto-Zoll Einnahmen geführt.

00:04:43: im Juni flossen dadurch netto fast sechsundzwanzig Milliarden Dollar ab.

00:04:48: auch im Mai und im Juli wurden mehr zölle erstattete als neu eingenommen.

00:04:54: Natürlich verchlägt auch der Krieg gegen den Iran hohe Summen.

00:04:58: Das ist wirklich ein ganzer Strauß an Gründen!

00:05:00: Bleiben wir bei den Staatsfinanzen, wie hoch wird das Haushaltsdefizit der USA in diesem Jahr voraussichtlich ausfallen?

00:05:07: Die Schätzungen liegen aktuell bei sechs Komma vier Prozent für zwei tausend sieben und zwanzig und zweitausend achtundzwanzig werden ebenfalls jeweils minus sechs Kommafier prozent erwartet.

00:05:17: Wir haben gerade darüber gesprochen, dass die USA die Laufzeiten ihrer Schulden verkürzen und verstärkt kurzfristige Anleihen ausgeben möchte.

00:05:24: Wie stark verändert sich dadurch die durchschnittliche Laufzeit der US-Staatsschulden?

00:05:29: Spannend ist der Blick auf die Volumena der einzelnen Anleihaktionen – also der Emissionen neuer Anlein!

00:05:35: Von Ende des Jahrhunderts bis Ende des Jahres Jahrhundzwanzig lag das Volumen bei der Auktion von sechs Monaten anleihen etwa beim doppelten Auktionsvolumen der Dreißigjährigen Seit Jahrzehnte und zwanzig sind wir hier beim dreifachen Volumen.

00:05:50: Die durchschnittliche Laufzeit der US-Staatsschulden ist seit Anfang des Jahrzehrzehnten um vier Monate gesunken.

00:05:56: Weitere Rückgänge sind extrem wahrscheinlich.

00:05:59: Welche Chancen und Risiken ergeben sich für den US-Start, wenn er künftig stärker auf Kurzfristige Schulden setzt?

00:06:04: Hauptvorteil ist die niedriger Rendite – darüber haben wir schon kurz gesprochen!

00:06:09: Dazu können kurzlaufende Anleihen für Stablecoins hinterlegt werden.

00:06:14: Damit ist ein weiterer potenzieller Käufer im Markt.

00:06:17: Das Risiko ist ganz klar, dass diese Anleien praktisch permanent refinanziert werden müssen.

00:06:23: Die USA brauchen also permanent Käufe und steigende Zinsen werden zum noch größeren Risiko.

00:06:31: Jetzt sind die Renditen dieser kurzen Laufzeiten ja sehr stark vom License abhängig.

00:06:35: Was sagen die Prognosen hier aktuell?

00:06:37: Die Börsen preisen aktuell eine Zinserhöhung im Oktober und eine mögliche weitere im kommenden Jahr.

00:06:44: Das wären natürlich keine guten Nachrichten für den US-Finanzminister – und damit nicht genug!

00:06:49: Der neue Fed-Präsident Kevin Walsch hat angekündigt, die Bilanz der US Notenbank verkleinern zu wollen.

00:06:54: Im extremen Fall könnte das sogar bedeuten dass die FED-US Staatsanleihen verkauft.

00:06:58: Welche Auswirkungen hätte das?

00:07:00: Und wie schätzt du dieses Risiko

00:07:03: ein?!

00:07:04: Aktuell hält die FED-Fed-Fürzehn Prozent aller US-Staatsanleihen.

00:07:08: Zweiundundzwanzig nach den Anleihenkäufen aufgrund der Covid-Pandemie waren das allerdings schon mal fünfundzwzig Prozent.

00:07:16: Von daher halte ich es aktuell für wahrscheinlicher, dass sie Fed den absoluten Wert ihrer Bestände mit den Fälligkeiten verringert.

00:07:24: Der relative Bestand geht durch die permanent steigenden Schulden ja zusätzlich zurück!

00:07:29: Trotzdem brauchen die USA natürlich für alle auslaufenden Fettbestände neue Käufer.

00:07:35: Neue Käufe ist ein gutes Stichwort!

00:07:37: Ein wichtiger Teil der US-Staatsanleihen liegt in den Händlern ausländischer Investoren, China hat seine Bestände in vergangenen Jahren allerdings deutlich reduziert – wie stellt sich diese Situation aktuell dar?

00:07:47: Aktuell liegen zweiundzwanzig und halb Prozent der US Schulden im Ausland.

00:07:52: Zweihntausendfünfzehn waren das mal zehn Prozent mehr.

00:07:55: Du hast China gerade angesprochen.

00:07:58: China hat es mal nine Prozent aller US-Staatsinleihen gehalten.

00:08:03: Jetzt sind das nur noch bei weiterfallender Tendenz.

00:08:08: Ganz vorne stehen da jetzt Japan mit zwei Komma acht Prozent und Großbritannien mit zwei, drei Prozent.

00:08:15: Aber ob die ihre Bestände wirklich weiter erhöhen können und wollen?

00:08:20: Das zweifelig durchaus an!

00:08:22: Für den US-Finanzminister bleiben also einige Herausforderungen bestehen.

00:08:26: Trotzdem möchte ich den Blick jetzt von der USA auf die Eurozone lenken, denn noch hier sind die Renditen zuletzt deutlich gestiegen.

00:08:32: Welche Entwicklung oder welcher Wert ist sie dabei besonders aufgefallen?

00:08:44: Es ist die Rendite französischer Staatsanleihen, die mit bis zu vier Komma neun acht Prozent den höchsten Wert seit dem Jahr.

00:08:59: Zwei Tausend Acht erreicht hat.

00:09:00: Damit bewegen wir uns schon fast auf einem ähnlichen Renditenniveau wie in den USA.

00:09:04: Den meisten unserer Hörerinnen und Hörern dürfen die deutsche Staatsanleihen allerdings vertrauter sein als die Französischen.

00:09:10: Wie ordnen sich die französischen Renditen im Vergleich zu den Deutschen ein?

00:09:13: In Deutschland hatten wir bei den dreißigjährigen die Höchste Rendite seit zwei Tausenden Elf.

00:09:19: Als Zahl bedeutet das – drei Komma acht vier Prozent.

00:09:22: Auffallend ist vor allem, wie stark sich der rentierte Abstand also der Spread zwischen Deutschland und Frankreich ausgeweitet hat!

00:09:30: Hier hatten wir einen maximalen Spread von eins Komma Eins sechs Prozent.

00:09:35: Einen ähnlichen Wert hatten wir kurz zwei Jahrzehntevierundzwanzig damals im Zuge der vorgezogenen französischen Neuwahlen.

00:09:42: Noch höher war der Rendite-Abstand zuletzt während der Eurokrise in den Jahren und Jahrzehntelf.

00:09:50: Aber trotz des höheren Spreads war die Rendite damals niedriger.

00:09:55: Lass mich hier kurz einhaken, das sollten wir genauer einordnen!

00:09:58: Du sprichst von einem deutlich steigenden Frankreich Spread obwohl ja auch in Deutschland die Verschuldung rasant ansteigt.

00:10:04: Mit dem Anstieg der deutschen Verschulung hast du hier einen wichtigen Punkt.

00:10:08: Die lag Ende des vergangenen Jahres noch bei dreiundsechzig Prozent.

00:10:12: Bis zweihundertunddreißig rechnet der internationale Währungsfonds mit einer deutlichen Zunahme auf zweiundsiebzig Prozent.

00:10:19: und wenn wir bei den dreißigjährigen Renditen bleiben, führt diese zunehmende Verschuldung dazu dass Deutschland nicht mehr als ein leiniger Sicherheitsanker der Eurozone gesehen wird.

00:10:31: Mittlerweile liegen die rendierten dreißiggärige niederländische Staatsanleihen praktisch gleichauf.

00:10:36: Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre haben die, aber noch zwanzig Basispunkte mehr Rendite gebracht.

00:10:43: Dieser Spread ist jetzt weg!

00:10:45: Das ist in der Tat beeindruckend und aus deutscher Sicht vielleicht auch ein wenig unruhigend.

00:10:50: Trotzdem hat sich der Rendit der Abstand zwischen Frankreich und Deutschland deutlich ausgeweitet – wie passt das zusammen?

00:10:56: Das liegt zum einen daran dass sie Schulden auch in Frankreich weiter ansteigen werden Von onehundertsechzehn Prozent im Jahr zwanzigfünfundzwanzig auf einhunderteinundzwantigprozent im Jahr zweihundertdreißig.

00:11:07: Dazu kommt jede Menge politische Unsicherheit, der Ausgang der Präsidentschaftswahl in kommenden Jahren ist offen und die Haushaltsplanung für Zweihundertsundzwanzig gestaltet sich äußerst

00:11:19: schwierig.".

00:11:20: Was bedeuten diese?

00:11:20: immer höher werden Schulen für Frankreich?

00:11:23: einen Negativ-Rekord auf den Frankreich und insbesondere der Finanzminister gut hätten verzichten können.

00:11:30: Im ersten Quartal dieses Jahres mussen siebzehn Milliarden Euro Verzinszahlungen ausgegeben werden, so viel wie in keinem Quartall zuvor – aufs Jahr hochgerechnet sind das zwei Prozent des

00:11:43: Bruttoinlandesproduktes.".

00:11:44: Und lasst mich raten auch hiermit steigende Tendenz?

00:11:48: Ja!

00:11:49: Das liegt sowohl an den weitersteigenden Schulden als auch an den teuren Refinanzierungskosten.

00:11:55: Vor fünf Jahren konnte Frankreich fünffährige Anleihen im Nachgang der Covid-Pandemie noch mit einer Negativrendite von minus nur fünf Prozent emittieren.

00:12:05: Jetzt werden bei der Prolongation vier Prozent mehr zinsenfällig, bei zehnjährigen beträgt die Differenz zwischen vor zehn Jahren und heute knapp vier Prozent!

00:12:15: Das sind wirklich extreme Mehrkosten.

00:12:17: Jetzt sprechen wir gerade über mittlere bis längere Laufzeiten, wie wird sich die ECB als Taktgeber der kurzen Aufzeiten verhalten?

00:12:25: Die Börsen preisen einen weiteren Zinsanstieg in diesem Jahr – der könnte schon im September kommen und würde den Einlagensatz auf zweieinhalb Prozent anheben!

00:12:35: Isabel Schnabel eine deutsche Vertreterin im ECB-Direktorium hat sich erst letzte Woche versteigende Zinsen positioniert.

00:12:44: Geht es im nächsten Jahr noch einmal nach oben?

00:12:47: Wir haben bisher die ganze Zeit über Staaten gesprochen.

00:12:50: Was für die Staaten mit hohen Kosten verbunden ist, dürfte Anlegerinnen und Anlegers allerdings freuen – denn am Rentenmarkt lässt sich damit wieder deutlich mehr Geld verdienen!

00:12:58: Das stimmt allerdings.

00:13:00: Über den Höchststände der Nominalrenditen haben wir schon gesprochen.

00:13:04: Interessant ist auch der Blick auf die Realrenditen also die Rendite abzüglich Inflationsrate.

00:13:11: Lass uns hier bei der dreißigjährigen Laufzeit bleiben und da steht in den USA ein aktueller Wert von knapp zwei Prozent.

00:13:19: Und der liegt damit beim Doppelten des historischen zwanzig Jahresdurchschnittes.

00:13:23: Gilt das dann auch für Deutschland?

00:13:25: Da ist die dreißig Jahre Realrendite mit null Komma neun Prozent, zwar geringer.

00:13:30: Der historische Durchschnitt liegt aber auch nur bei Null Komma zwei Prozent.

00:13:34: Wenn Renten damit zunehmend so Konkurrenz für Aktien.

00:13:38: Das is ganz klar der Fall!

00:13:40: Wir haben darüber gesprochen, dass die dreißigjährige US-Staatsanleihe eine Rendite von mehr als fünf Prozent abwirft.

00:13:46: Bei Unternehmensanleihen sind die Renditen je nach Kreditwürdigkeit noch

00:13:51: höher.".

00:13:51: Und was bedeutet das relativ zu Aktien?

00:13:54: Wer Aktien und Renten zueinander ins Verhältnis setzen will, schaut auf die Gewinnrendite der Aktien relativ zum Zinssatz.

00:14:01: Die Gewinnrendite ist das Verhältnis zwischen Unterneemensgewinn und Aktienkurs bzw.

00:14:06: Indexstand.

00:14:08: Beim S&P-Five Hundred liegt diese Gewinnrendite aktuell bei drei Komma acht Prozent und damit deutlich unterhalb der Anleihenrendite.

00:14:16: Die Zahlen würden jetzt also auf billiger Renten und teure Aktien schließen lassen, ganz so einfach ist es aber nicht!

00:14:24: Denn – bei der Anleihe ist der aktuelle Zins über die Laufzeit in unserem Fall als über dreißig Jahre fixiert, während die Gewinne natürlich weiter steigen können.

00:14:35: Von daher hängt von der Entwicklung der zukünftigen Gewinne ab, was wirklich attraktiver ist.

00:14:58: Auf ein Thema möchte ich abschließend noch zu sprechen kommen.

00:15:01: Wir haben über besonders hohe Zinsen bei langen Laufzeiten gesprochen und auch über den Eingriff des US-Finanzministeriums.

00:15:08: Hältst du ähnliche Eingriffe in der Eurozone für wahrscheinlich?

00:15:10: Und wenn ja, von wem?

00:15:12: Das ist eine schöne Frage!

00:15:14: Eingreife der einzelnen Staaten sehe ich hier nicht.

00:15:17: Wenn müsst ihr die ECB aktiv werden?

00:15:19: Die ECB hat mit dem Transmission Protection Instrument kurz TPI, ein Instrument mit dem sie ungerechtfertigten und ungeordneten Entwicklungen entgegenwirken kann.

00:15:31: Jetzt haben wir am Beispiel Frankreich schon darüber gesprochen, dass zumindest ein Teil des Zinsanstiegs auf die hohe Staatsverschuldung zurückzuführen ist – und gemäß Regelwerk kann das TPI nur eingesetzt werden wenn ein Land das finanzpolitische Regelwerk der EU einhält!

00:15:48: Und das tut Frankreich aktuell nicht, deshalb läuft gegen Frankreich auch eine U-Defizitverfahren.

00:15:54: Damit ist Frankreich aber nicht alleine.

00:15:56: Defizitverfahren laufen beispielsweise auch gegen Belgien, Italien, Polen und Österreich – um hier nur einige zu nennen!

00:16:05: Und im Rahmen des TPI könnten auch nur Anleihen mit Laufzeiten von maximal zehn Jahren gekauft werden.

00:16:12: Da würde es für die EZB als auf alle Arten schwierig, hiermit Käufen gegenzusteuern….

00:16:17: Das war ein spannendes Schlusswort für unsere heutige Besode.

00:16:20: Und damit sind wir auch schon am Ende angekommen!

00:16:22: Mir hat es wie immer viel Spaß gemacht und ich hoffe, dass wir Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern interessante Einblicke und neue Perspektiven vermitteln konnten.

00:16:29: Ich verabschiede mich für heute, sage vielen Dank fürs Zuhören.

00:16:42: Es handelt sich nicht um eine Anlageberatung

00:16:45: und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.