#Volatility - Der Anlage-Podcast

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Transkript

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00:00:00: Großbritannien zehn Jahre nach dem Brexit-Votum.

00:00:21: Herzlich Willkommen zu einer neuen Episode von Hashtag Volatility!

00:00:25: Liebe Hörerinnen und Hörern, am XXIII.

00:00:27: Juni haben sich die Briten für den Ausstieg aus der Europäischen Union entschieden.

00:00:32: Wer hat sich Großbritanien in diesen zehn Jahren entwickelt?

00:00:35: Hat sich der Brexit gelohnt?

00:00:36: Wir suchen in der heutigen Episode Antworten auf diese Fragen.

00:00:39: Und das mache ich wie immer, gemeinsam mit Thomas Altmann.

00:00:42: Hallo Thomas!

00:00:43: Hallo Katharina!

00:00:44: Thomas auch wenn es inzwischen schon zehn Jahre her ist.

00:00:47: Erinnerst du dich noch wo du die Auszählung des Brexit-Votums verfolgt hast?

00:00:50: Ja das weiß ich tatsächlich noch ganz genau.

00:00:53: Ich habe einen großen Teil dieser Nacht im Büro verbracht und dort die immer turbulenter

00:00:57: werdenden Börsen verfolgen.

00:00:59: Lass uns das näher betrachten.

00:01:00: Wie stark waren die ersten Börsereaktionen auf den britischen Austritt aus der EU?

00:01:04: Lass uns einige Indizes herausgreifen, das begann ich schon in der Nacht den

00:01:08: Asien.

00:01:08: Der panische Nikkei-Zwei Zwei Fünf hat in dieser Nacht sieben Komma neun

00:01:12: Prozent verloren –

00:01:13: die Reaktionen in Europa werden jetzt vielleicht einige

00:01:16: überraschen!

00:01:17: Denn beim britischen FTSE One Hundred ging es moderate drei Komma

00:01:21: zwei Prozent nach unten

00:01:23: während der Tagesverlust beim Eurostocks fünfzig acht Kommas sechs

00:01:26: Prozent Betrug.

00:01:28: Zu diesem Zeitpunkt war der XXIV.

00:01:30: Juni, damit das schlechteste Handelstag in der Geschichte

00:01:34: des Index.

00:01:35: Später wurde dieser Tagesrückgang während der Covid-Krise

00:01:39: einmal übertroffen.

00:01:40: Das waren wirklich erhebliche Verluste!

00:01:43: Häufig heißt es ja, dass die Börsen zukünftige Ereignisse im Vorfeld einpreisen – warum war das beim Brexit offenbar nicht der Fall?

00:01:49: Bis zum Brexit-Vortum war einfach vollkommen offen wie sich

00:01:52: die Briten entscheiden würden und auch

00:01:54: das Ergebnis der Abstimmung

00:01:56: war denkbar knapp Einen

00:02:05: wirklich knaffes Ergebnis.

00:02:06: Die Abstimmung über den Verbleib in der EU war damals einzigartig und ist es bis heute, wie ist das überhaupt zu dieser Volksabstimmung gekommen?

00:02:14: Ab dem Anfang des Jahrhunderts gab es in Großbritannien immer mehr EU-kritische

00:02:19: Stimmen.

00:02:20: Dabei ging es vor allem um Beiträge

00:02:22: zum EU-Haushalt gemeinsame EU-Regelungen,

00:02:25: bei Handelsbeziehungen und um eine

00:02:27: Begrenzung der Zuwanderung.

00:02:28: Diese Themen haben die rechtsorientierte

00:02:31: UK-Partei das steht

00:02:32: für United Kingdom Independence Party immer

00:02:35: stärker werden lassen.

00:02:37: Bei der Europawahl-Zweißen hat diese Partei siebenundzwanzig Prozent

00:02:41: der Stimmen geholt.

00:02:42: Das klingt nach einem damals tief gespaltenen Großbritannien.

00:02:46: Genauso war es und mit dem Ziel, das Land zu einnen hat der damelige Premierminister David

00:02:51: Cameron

00:02:52: im Fall eines Wahlsieges im Jahr z. B. angekündigt die Beziehungen zwischen Großbritannien

00:02:58: und der EU neu

00:02:59: zu verhandeln und anschließend über den Verbleib

00:03:02: in der EU abstimmen zu lassen.

00:03:04: Cameron handelte für Großbritannien tatsächlich eine Sonderstellung

00:03:08: gegenüber der EU heraus.

00:03:10: Mit dem

00:03:10: Votum und erwarteten Zustimmung zum Verbleib

00:03:13: in der EU

00:03:14: wollte er das Land

00:03:15: einen,

00:03:16: dass dieser Plan nicht aufgegangen ist –

00:03:19: das wissen wir.

00:03:20: Konnte sich David Cameron danach den Votom im Amt halten?

00:03:23: Nein!

00:03:24: Das wollte er auch nicht.

00:03:25: Praktisch mit der Bekanntgabe des Ergebnisses

00:03:28: hat David Cameron seinen Rücktritt bekannt gegeben.

00:03:31: Die politischen Konsequenzen folgten also schnell.

00:03:34: Bis zum tatsächlichen Austritt aus der EU war es jedoch noch ein langer Weg.

00:03:37: Wie komplex war dieser Prozess und warum hat er so viel Zeitenanspruch genommen?

00:03:41: Die Regierungsgeschäfte

00:03:43: hat nach

00:03:43: Cameron zurückdreht Theresa May übernommen, die hat schließlich

00:03:47: im März ofiziell den Austrittsantrag

00:03:50: bei der EU eingereicht.

00:03:52: Damit begann eine zweijährige Frist in der bis März

00:03:56: einer Austrittvereinbarung verhandelt werden sollte.

00:03:59: Und das war aber alles andere als einfach!

00:04:02: So ist es, beziehungsweise so

00:04:04: war es.

00:04:05: Im November

00:04:06: zw.g.,

00:04:06: gab es zwar eine Einigung zwischen den Verhandlungsführern

00:04:09: –

00:04:10: das britische Parlament hat diesen Entwurf aber

00:04:13: in drei Abstimmungen durchfallen lassen!

00:04:15: Und damit wuchs die Gefahr, dass Großbritannien die EU im März des Jahrhunderts umgeordnet und ohne Abkommen verlassen könnte?

00:04:22: Ja, das waren dramatische

00:04:23: Zeiten.

00:04:24: Ich les' ich wurde der Austrittssermin zweimal

00:04:26: verschoben.

00:04:27: Diese Verschiebung wiederum führte dazu, dass sie Briten bei einer weiteren Europawahl

00:04:32: wählen mussten.

00:04:33: Diese verlor

00:04:34: die Partei der damaligen Premierministerin Theresa May und auch Theresa Maydra zurück.

00:04:39: Und wer hat dann übernommen?

00:04:41: Neuer Premierminister wurde Boris Johnson.

00:04:43: An den Mann

00:04:44: mit dem erkannten Frisur können Sie sicherlich

00:04:46: viele erinnern.

00:04:47: Der hatte sich schon im Vorfeld des Votums ganz klar

00:04:51: pro Brexit positioniert.

00:04:53: Und der

00:04:53: wäre wohl tatsächlich bereit gewesen, Großbritannien auch ohne ein

00:04:57: Abkommen aus der EU zu führen!

00:05:00: Der No-Deal-Brexit

00:05:01: ist dann aber doch allen erspart

00:05:02: geblieben –

00:05:03: denn mit

00:05:04: einer weiteren Verschiebung

00:05:06: gelang

00:05:06: es Boris Johnson schließlich,

00:05:07: GroßBritannien in Januar, mit einem

00:05:11: Deal aus der EU zu führen.

00:05:13: Mit einer Übergangsphase bis Ende of the year, in der Großbritannien weiterhin

00:05:19: dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion angehörte.

00:05:22: In der also faktisch die

00:05:23: EU-Regeln weiterhingalkten.

00:05:26: Und wie ging es dann ab von den Jahren des Jahres?

00:05:28: Praktisch in letzter Minute im Dezember, wurde ein Handelsabkommen zwischen

00:05:34: der EU und Großbritanien geschlossen.

00:05:36: Konnte dieses Abkommen alle Probleme lösen und den Handel wieder ähnlich reibungslos gestalten als vor dem

00:05:41: Austritt?

00:05:42: Bei Weitem nicht.

00:05:43: Durch den Handelspakt fallen zwar keine

00:05:45: Zölle

00:05:45: an, auf beiden Seiten sind seitdem aber

00:05:48: deutlich mehr Formalitäten zu erledigen.

00:05:51: Britische Experteure müssen jetzt

00:05:53: beispielsweise nachweisen dass die Exportwarn

00:05:56: überwiegend in Großbritannien hergestellt wurden.

00:05:59: Der gegenseitige Zugang zum Dienstleistungsmarkt

00:06:01: wurde wesentlich komplizierter und wer in Großbretanien arbeiten will benötigt seit dem ein Visum.

00:06:08: Die in der EU gelebte Personenfreizügigkeit gilt für Großbritannien nicht mehr.

00:06:13: Das klingt alles nicht so einfach!

00:06:15: Wir haben sich die Handelsbeziehungen zwischen Großbritanien und den übrigen EU-Staaten nach dem Brexit entwickelt, wählt sich dabei zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern.

00:06:23: Auf der Handelseite ist GroßbrITANIEN

00:06:26: der große Verlierer des Brexits –

00:06:28: das sehen wir am Handel

00:06:29: mit der Eurozone.

00:06:31: Die britischen Exporte in die Eurozone lagen

00:06:34: im Jahr zwanzig, nominal

00:06:36: nur zwölf Prozent höher als zwei sind fünfzehn.

00:06:39: Angesichts einer zehn- jahres Inflation

00:06:42: von mir als vierzig

00:06:42: Prozent in Großbritannien und mehr als dreißig Prozent in der Eurozone

00:06:47: ist das ein Desaster.

00:06:48: Wie hat sich der Handel in die andere Richtung, also von der Eurozone nach Großbritanien entwickelt?

00:06:53: Für die Eurozone

00:06:54: fällt die Bilanz etwas positiver aus.

00:06:57: Die britischen Importe

00:06:58: aus der Eurozone lagen im Jahr immerhin zweiundzwanzig Prozent

00:07:02: höher als in den letzten Jahren.

00:07:04: Nach Berücksichtung der Inflation will ich, aber auch hier nicht

00:07:08: von einem echten Gewinner

00:07:09: reden.".

00:07:10: Bei den Zollverhandlungen mit den USA im vergangenen Jahr ist Großprinzannina besser weggekommen als die EU.

00:07:15: Hat sich der Brexit hier also gelohnt?

00:07:17: Wenn

00:07:18: der niedrigere US-Zoll im Vergleich mit der EU

00:07:20: doch dem Brexit

00:07:21: erkauft wurde,

00:07:22: dann ist der Preis extrem hoch!

00:07:25: Denn die britische Handelsbilanz mit den USA hat sich seit dem Brexit kontinuierlich

00:07:30: verschlechtert.

00:07:31: Mittlerweile erzielen die

00:07:33: USA hier einen deutlichen Handelsüberschuss –

00:07:36: Großbritannien als ein deutliches Handelsdefizit!

00:07:39: Und bei Ländern,

00:07:41: mit denen die USA einen Überschuss erzielt sind sie eben eher zu Zugeständnissen

00:07:45: bei den Zöllen

00:07:46: bereit.

00:07:47: Von daher war

00:07:48: dieser Deal für Premierkerstdama eher

00:07:50: ein

00:07:50: Scheinerfolg….

00:07:51: Jetzt hast du mit dem amtierenden Premierminister Kirstama gerade einen weiteren Namen genannt.

00:07:56: Zuvor haben wir für die Zeit nach dem Brexit bereits über Theresa May und Boris Johnson gesprochen, damit ist die Liste der Premiers nicht komplett.

00:08:04: Ist dieses Amt mit dem Brexit-Votum zu einem Schleutersitz geworden?

00:08:07: Das könnte man tatsächlich

00:08:08: meinen!

00:08:09: In den zehn Jahren seit dem Brexit Votum hatte Großbritannien fünf verschiedene

00:08:14: Premierministerinnen und Premierminister zum Vergleich.

00:08:18: Die fünf Premierministerinnen und Premierminister bis zum Brexit-Votum

00:08:22: waren insgesamt siebenunddreißig

00:08:24: Jahre lang im Amt.

00:08:25: Und Kirstama hat seinen

00:08:27: Druck repräts angekündigt, entsprechend

00:08:30: werden

00:08:30: wir in der Downing Street Number Ten demnächst Regierungschef Nummer sechs seit dem Brexit sehen!

00:08:36: Das klingt nach einer erhöhten politischen Unsicherheit seit dem Brexit Votum.

00:08:39: Lässt sich diese Unsicherheiten irgendwie messen?

00:08:42: Tatsächlich ja...

00:08:43: und zwar anhand des Economic Policy

00:08:45: Uncertainty Index, der von Baker, Bloom und Davis ermittelt wird.

00:08:50: Und hier finde ich Folgendes interessant –

00:08:52: für Großbritannien hat dieser Unsicherheitsindex seine beiden höchsten bislang gemessenen Werte im Jahr

00:08:59: twenty-sehntzehn erreicht.

00:09:01: Zwei-tausend siebzehn und zweitausend neunzehn gab es weitere

00:09:04: Spitzen nach oben.

00:09:06: Dagegen haben beichteltsweise

00:09:08: die Unsicherheit Indizes

00:09:11: Ihre bisherigen Höchstwerte jeweils im vergangenen

00:09:14: Jahr rund um die Zollunsicherheiten markiert.

00:09:17: Das ist tatsächlich sehr spannend!

00:09:19: An den Börsen wird Unsicherheit ja über die Volatilität gemessen und dies der regelmäßig ein Aspekt in unserem Podcast, was kannst du aus Volatilitiesicht über den Brexit berichten?

00:09:28: Ja wie viele andere große Aktienindices auch hat der britische Light Index FUZIWAN HUNDRED

00:09:34: einen eigenen Volatiltätindex.

00:09:37: Der ist im Juni, Zwei-Tausendsechzehn bis auf vierunddreißig Punkte angestiegen.

00:09:42: Im Vergleich mit den Höchstwerten beim

00:09:44: Platz in der Techblase während der Finanzkrise

00:09:47: oder auch

00:09:47: während der Covid-Krise ist er zweitens sechzehner wert aber deutlich

00:09:51: niedriger.".

00:09:52: Das überrascht mich!

00:09:53: Andererseits hast du vorhin ja auch gesagt dass der initiale Kursverlust bei dem Eurostocks FIFTY deutlich größer war.

00:10:00: Hat da wohl Attilitätsindex hier denn stärker reagiert?

00:10:03: Da haben wir zwei die vierzig erreicht, aber auch hier gilt... Die Spitzen, Zwei-Tasend-Eins, Zwiei-Zwei, Zwoie-Tastend-Acht und auch Zwoien-Zwanzig

00:10:12: lagen deutlich höher.

00:10:13: Spannend ist bei

00:10:14: den Volatilitäten ein anderer Fakt.

00:10:17: Worauf willst du hinaus?

00:10:18: Die Volatilitätunterschiede sind mit

00:10:20: dem Brexit

00:10:21: deutlich

00:10:21: geringer geworden!

00:10:23: In den fünf Jahren vor dem Brexit wurde der Volatiltätsindex des AutoStocks Fünfzig durchschnittlich Fünfkommar Acht Punkte über

00:10:30: dem das Forzivan Handwerk gehandelt.

00:10:33: In den fünf Jahren nach

00:10:34: dem Brexit lag dieser Unterschied nur noch bei zwei Komma Zwei Punkten.

00:10:39: Relativ ist der FTSE-One Hundred

00:10:41: also Volatiler geworden.

00:10:43: Über die erste Reaktion an den Börsen haben wir Eingang schon gesprochen, wie lange hat es gedauert bis die Indizes ihre Brexit Verluste aufgehoben haben?

00:10:50: Das ging in Großbritannien

00:10:52: deutlich schneller als in der Eurozone!

00:10:54: Der Total Return Index des FTSE One Hundred hat schon im August Jahrzehnteinzehnten

00:10:58: einen neuen Rekord erreicht.

00:11:00: Beim AutoStocks Fünfzig

00:11:01: Return Index hat das dagegen fast ein Jahr gedauert.

00:11:05: Bis zum Mai, zehnt siebzehn.

00:11:07: Besonders spannend finde ich hier den Blick auf

00:11:10: die Jahresperformance des Jahres zweitsechzehn

00:11:12: – das Jahresvotums.

00:11:14: Erzähl uns hierzu gerne mehr!

00:11:16: In dem hat der Fuji One Hundred Return Index neunzehn Prozent

00:11:20: zugelegt.

00:11:21: Während der AuraStocks fünfzig mit plus vier Prozent faktisch

00:11:24: nur die Dividenden verdient hat.

00:11:26: Das sind beeindruckende Zahlen.

00:11:28: Bedeutet diese gute Performance denn, dass die Bedeutung des britischen Aktienmarktes mit dem Brexit zugenommen hat?

00:11:33: Zumindest wenn wir auf der Derivate-Märkte schauen – ganz klar

00:11:37: nein!

00:11:38: Da

00:11:38: ist

00:11:38: die Beteiligung des FUZI One

00:11:40: Hundred in den vergangenen Jahren

00:11:41: deutlich gesunken

00:11:43: und das sehen wir sowohl bei Optionen als auch

00:11:46: bei Futures.

00:11:47: Die Zahl der ausstehenden Future-Kontrakte, im Fach Chagot Open Interest genannt ist in vergangenen

00:11:52: Jahr auf den niedrigsten

00:11:54: Wert seit dem Jahr Zwei-Tausend

00:11:55: zwei gefallen.

00:11:57: Und die Zahl der offenen Call Kontrakte hat zum Jahreswechsel zweitensfünfundzwanzig zweitausendzechsund zwanzig sogar den niedrigen Stand

00:12:04: seitdem Jahr zweitenseins erreicht.

00:12:07: Kommen wir von den Aktien zur Währung?

00:12:09: Wie hat sich die Bedeutung des britischen Funds seit dem Brexit entwickelt?

00:12:12: Auch das Pfund hat

00:12:13: eine Bedeitung verloren!

00:12:15: Vor dem Brexit wurden

00:12:16: noch fünf Prozent der globalen Währungsreserven

00:12:19: in Pfund gehalten.

00:12:21: Jetzt

00:12:21: sind es noch vier Prozent.

00:12:23: Interessant ist,

00:12:25: dass der Euro seine Reservequote

00:12:27: um exakt diese Null acht Prozent

00:12:29: steigern konnte.

00:12:30: Hat das denn rein an Bedeutung verloren oder auch an Wert?

00:12:33: Zwei Jahrzehntein hat das Pfund relativ zum Euro vierzehn

00:12:36: Prozent an Wert verloren –

00:12:38: in den beiden Folgejahren insgesamt

00:12:40: weitere fünf Prozent.

00:12:42: Seitdem geht es für das Pfund zeitwärts.

00:12:45: Und welche Folgen hatte die Währungsabwertung für Großbritannien?

00:12:48: Importe wurden teurer und führten entsprechend

00:12:51: zu einer

00:12:51: höheren Inflationsrate.

00:12:54: Ende des Jahrhunderts lag der Inflation-Rate in der Eurozone

00:12:58: bei einem Prozent, in Großbritanien dagegen bei drei Prozent.

00:13:02: Anfang des Jahreshundertes

00:13:04: waren beide

00:13:04: Werte noch gleich auf.

00:13:06: Also eine weitere negative Folge des Brexit!

00:13:09: Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einwanderung.

00:13:11: Die Bevorworter des Brexit hatten sich ja auch zum Ziel gesetzt, die Zuwanderungen zu reduzieren.

00:13:16: Wie haben sich die Zahlen in diesem Bereich entwickelt?

00:13:19: In den Jahren- ... und ... wurde

00:13:23: eine Rekordzuwanderungsverzeichnung verzeichnet.

00:13:25: Seitdem hebt die Migration wieder ab!

00:13:28: Der Verlauf der Kurve sah recht ähnlich

00:13:30: wie in Deutschland.

00:13:32: Eine Auswirkung des Brexit sehe ich in den Zahlen nicht...

00:13:35: Insgesamt fällt deine Brexit-Bilanz sehr ernüchternd aus und immer wieder gibt es Spekulationen, ob Großbritannien in die EU zurückkehren könnte.

00:13:42: Thomas wie denkst du darüber?

00:13:44: Möglich ist das.

00:13:45: Umfragen zeigen dass sich fast die

00:13:47: Hälfte der Briten eine Wiederholung des Referendums wünscht

00:13:51: Und in einer

00:13:52: aktuellen Umfrage

00:13:53: möchte nur dreißig

00:13:54: Prozent der Wähler weiterhin außerhalb der EU bleiben

00:13:58: Wobei vor allem die

00:13:59: jüngeren Wählerinnen und Wähler für den Eintritt stimmen würden.

00:14:02: Das ist doch nicht

00:14:03: verwunderlich

00:14:04: Denn die achtzehn bis neunundvierzigjährigen haben schon vor zehn Jahren mehrheitlich

00:14:09: gegen den Ausdruck gestimmt.

00:14:10: Es bleibt also spannend und vielleicht erleben wir ja tatsächlich ein neues Votum oder eine neue spannende Auszählungsnacht!

00:14:16: Ich vermute Thomas, du wirst das zweiteineng für uns verfolgen.

00:14:20: Wir sind am Ende der heutigen Episode angekommen, mir hat es wie immer viel Spaß gemacht und ich freue mich wenn wir Ihnen liebe Hörerinnen und Hörern neue Einblicke liefern konnten.

00:14:27: Ich sage tschüss und bis zum nächsten Mal!

00:14:29: Tschüss

00:14:30: auch von mir.

00:14:32: Die im Podcast Hashtag Qualitility veröffentlichten Inhalte erfolgen zu allgemeinen Informationszwecken.

00:14:38: Es handelt sich nicht um eine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren!